Tom Combos Buch „Inneres Lind“ handelt vom Auseinanderdriften einer Gruppe von Mountainbikern, die aus der Provinz in die Stadt gezogen sind. Das ist zufälligerweise Winterthur, dessen jüngere Geschichte durchaus Teil der Handlung ist. Es könnte aber auch eine andere kleinere Stadt sein. Man begegnet sich zwar, kann sich aber auch gut aus dem Weg gehen. Und das tun die Figuren dieses Buches zusehends. Oder sie stehen sich im Weg. Die Energie reicht nicht mehr, der Vergangenheit davonzurennen, die Folgen von sexueller und anderer Gewalt treten zutage und der eine oder die andere stolpert beim Versuch, eine Normalität zu finden, die nicht langweilig ist.
Warum Opfer nicht als Opfer gelten und Schläger nicht schlagen wollen, Tom Combo schildert dies und anderes in genauso einfacher wie eindringlicher Weise. Seine Figuren zweifeln zwar, aber sie verzweifeln nicht und behalten ihren Humor, auch wenn es ihnen dreckig geht. "Inneres Lind" ist damit ein spannendes, witziges und aufrüttelndes Buch zugleich.



Kaufen:

In jeder Buchhandlung, als E-Book

und hier









Medienstimmen:


Es ist ein Buch in dem man vom Innenleben der Protagonisten sehr viel mitbekommt, wer das mag, unbedingt lesen. Ich kann es wirklich nur empfehlen.
Es geht um Freundschaften, auch um diesen Halt. Wie schnell kann, auch wenn die Zuneigung grundsätzlich da ist, sowas auseinanderbrechen. Das ist eine sehr schöne Auseinandersetzung damit.  
...Manchmal saukomisch,
...manchmal auch philosophisch.
Seitenwind, Literatursendung, Stadtfilter    


Tom Combos Figuren-Quartett war mal im Berg-Rad-Underground mit Waldbikepartys und so Gagazeugs. Jetzt malochen sie halbscharig durch das Schweizer Kaff Winterthur. Die alte Freundschaft ist etwas brüchig geworden: „‘Hallo Krüppel’, sagte Gerda, als sie hereinkam und an Patricks Tisch vorbei ging. ‘Hallo Schlampe’, sagte Patrick.” Auch bei weniger knigge-fernen Dialogen wird klar, wie groß die Distanz ist zwischen den Figuren und ihrem gefühlten Möchtegernzustand. Was der Autor auf den Tisch knallt, ist sehr fein getuntes interhumanes Stimmungsbarometering. Wer das so cool macht wie Combo, darf auch den Plot auf den Gepäckträger spannen.
In-Magazin, München



Schon der Name ist Musik: Tom Combo. So nennt sich Thomas Meister, geboren 1965 in Winterthur, wenn er als Singer-Songwriter, Autor und DJ unterwegs ist. Auch sein zweiter Roman, «Inneres Lind», der jetzt im Verbrecher-Verlag erschienen ist, hat einen ganz eigenen Ton, manche Sätze tönen wie Holz: ... «Vierviertel, Bruch, dürre Esche, Knistern, Hieb mit Sanddorn, Schlag Tanne».
Tages Anzeiger




"Ich fand vor allem das Psychozeug spannend"

Manuel Stahlberger
 

Tom Combo schönt in seinem Roman »Inneres Lind« das Dasein nicht, verunstaltet es aber auch nicht mehr, als es ohnehin ist. Das Buch generiert weder den Helden noch den Verlierer und ist auch keine »Anleitung zum besser Dümpeln«.
Was bleibt, wenn man selbst und auch sonst nicht wirklich was taugt, ist der Zauber unabhängiger Augenblicke, die der Spieltrieb uns eröffnet. In Tom Combos Buch kommen die in irren Zeilen, literarisch verarbeiteter Geräuschaufnahmen aus den die Stadt Winterthur umgebenden Wäldern, zum Ausdruck: »Bruch, hell, trocken, Tanne, Esche, trocken, Schlag und…«
Mich hat »Inneres Lind« beunruhigt, und das werte ich als ein gutes Zeichen, als das bestmögliche eigentlich. Wenn ich an das Gelesene denke, beginnt einiges in mir mitzuschwingen: Szenen die Schriftsteller Tom Combo entwirft, die ich selber ähnlich erlebte, andere, wo ich nun eine Vorstellung davon habe wie es auch noch hätte schief laufen können; straucheln eben.
Vitaltransformer, Kulturmagazin


Ein temporeicher, abgründiger Szeneroman aus dem schweizerischen Winterthur, der nachdenklich macht und wachrüttelt.
Was Silke liest, Literaturblog


Liest sich besser als eine Serie sich guckt. Freude!
Buchhandlung Montag  
 

Erzählt wird in kurzen Abschnitten mit unvermittelt wechselnden Schauplätzen, wie das in vielen Krimis und TV-Serien üblich ist.
Lokalhistorische Details, darunter die Tanzdemo und Aussagen von Stadträtinnen, die man in der Zeitung lesen konnte, machen das Buch auch zu einem Spiegel der Gegenwart.
Der Landbote