Tom Combos Buch „Inneres Lind“ handelt vom Auseinanderdriften einer Gruppe von Mountainbikern, die aus der Provinz in die Stadt gezogen sind. Das ist zufälligerweise Winterthur, dessen jüngere Geschichte durchaus Teil der Handlung ist. Es könnte aber auch eine andere kleinere Stadt sein. Man begegnet sich zwar, kann sich aber auch gut aus dem Weg gehen. Und das tun die Figuren dieses Buches zusehends. Oder sie stehen sich im Weg. Die Energie reicht nicht mehr, der Vergangenheit davonzurennen, die Folgen von sexueller und anderer Gewalt treten zutage und der eine oder die andere stolpert beim Versuch, eine Normalität zu finden, die nicht langweilig ist.
Warum Opfer nicht als Opfer gelten und Schläger nicht schlagen wollen, Tom Combo  schildert dies und anderes in genauso einfacher wie eindringlicher Weise. Seine Figuren zweifeln zwar, aber sie verzweifeln nicht und behalten ihren Humor, auch wenn es ihnen dreckig geht. "Inneres Lind" ist damit ein spannendes, witziges und aufrüttelndes Buch zugleich.



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